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Burg RamschwagGeschichte Burg Wälsch-Ramschwag

Die Herren von Ramschwag kamen um 1270/90 aus der Schweiz in den Walgau, wo sie von den Grafen von Montfort-Werdenberg bei Nenzing ein kleines Rittergut als Lehen erhielten. Ihr Stammsitz war die Burg Alt-Ramschwag, ca. 8 km nordwestlich von St. Gallen. Hier lebten sie zuvor als Ministeriale der Äbte von St. Gallen, bis Ulrich von Ramschwag durch König Rudolf von Habsburg mit der Vogtei über St. Gallen betraut wurde. Noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts ging das Lehen der Montforter an die Schweizer Familie Landenberg-Greifensee über. 1352 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Damals kaufte Graf Rudolf III von Montfort-Feldkirch die Burg den Herren von Landenberg-Greifensee wieder ab. 1360 saß hier als Pfleger der allgäuische Hauptmann Hartmann von Prasberg. Dieser wurde berühmt, als er im gleichen Jahr praktisch im Alleingang den Bergfried gegen eine Truppe des in Bludenz sitzenden Grafen Albrecht III von Werdenberg-Heiligenberg verteidigte, die bereits in den Burghof eingedrungen war. Er konnte sich solange halten, bis ihm Graf Rudolf III von Montfort-Feldkirch zu Hilfe kam. Kurz zuvor hatte dieser bei den Habsburgern Schutz gesucht. Er hatte die Burg, die bisher Eigenbesitz war, dem Herzog Rudolf IV übergeben und von ihm als Kunkellehen zurückgenommen. 1390 starb das Haus Montfort-Feldkirch aus, wodurch Ramschwag 1396 endgültig landesfürstlich wurde. 405 kam es zu einem Volksaufstand gegen die Habsburger, der als Appenzellerkrieg bekannt wurde. Der „Bund ob dem See“ fiel in den Walgau ein und brannte am 28. September 1405 die Burgen Ramschwag, Blumenegg, Bürs und Jagdberg nieder. Ramschwag wurde nicht mehr aufgebaut und verfiel vollends. Die Steine der Mauern dienten den Bauern in der Umgebung als willkommenes Baumaterial.