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Burg PeggauGeschichte  Burg Peggau

Rudolf setzte einige seiner Gefolgsleute als Burggrafen ein. Hauptaufgabe der Burg war die Kontrolle des Murtales sowie die Sicherung einer wichtigen Straße, die vom Raabtal in das Murtal führte. Poppo II von Peggau begab sich auf einen Kreuzzug ins Heilige Land. oppo II von Peggau begab sich auf einen Kreuzzug ins Heilige Land. Zuvor schenkte er seinen gesamten Besitz dem Bistum Gurk, was zu einer neuerlichen Fehde zwischen seiner Familie und dem Bistum führte. Sie dauerte 50 Jahre. Zwar mussten die Herren von Peckach (Peggau), mehrfach Schadenersatzzahlungen leisten, doch konnte Ulrich von Peggau durch seine Parteinahme für Kaiser Friedrich II anlässlich dessen Ächtung wieder an Macht gewinnen. Der Kaiser verlieh ihm die Grafenwürde. Nach einem zuvor vom Stift Göss erworbenen Lehen nannte er sich Graf von Pfannberg. Graf Bernhard von Pfannberg beteiligte sich an einer Adelsverschwörung gegen König Ottokar II, worauf dieser Peggau zerstörte. 1362 starben mit Graf Hans die Pfannberger aus. Damit kam es zu neuerlichen Streitigkeiten zwischen den Grafen von Cilli und den Grafen von Montfort, da beide glaubten, Ansprüche auf das Pfannberger Erbe zu haben. Auf Grund eines Richterspruches setzten sich die Montforter durch. Sie bewohnten die Burg Pfannberg und setzten auf Peggau Verwalter ein. 1430 wurde mit der Burg ein Landgericht verbunden. Auch unter den Montforts kam es um die Mitte des 16. Jahrhunderts zu familieninternen Erbstreitigkeiten. Da sich die finanzielle Situation unter Graf Wolf von Montfort, der recht verschwenderisch lebte und sich auch als Alchemist betätigte, ständig verschlechterte, verkaufte dieser die Herrschaft 1596 an den Freiherrn Paul von Eibiswald. Damals wurde auf der Burg auch eine Kreidfeuerstation eingerichtet. Die Montforter zogen sich bald nach Vorarlberg zurück. Als Protestant musste Paul von Eibiswald 1629 die Steiermark verlassen. Er verkaufte Peggau zuvor seinem Vetter Georg Amelreich von Eibiswald. Dieser war zwar katholisch und durfte bleiben, er war aber ein rechter Bauernschinder. Ein junger Viehhirt erfror 1641 im Turm von Peggau, in den ihn der Burgherr hatte einsperren lassen. Zwei Bauern erlitten schwerste Verletzungen. Die Ruine befindet sich noch heute im Besitz des Stiftes, wurde aber zuletzt verpachtet. Um die Sanierung kümmerte sich ab 1936 ein Burgverein.