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Die Ehe der Magdalena von Werdenberg mit dem Grafen Egmont ist ein weiteres Beispiel für die zunehmenden Eheverbindungen oberschwäbischer und niederländischer Adliger.

Magdalena von Werdenberg, Tochter des Grafen Georg von Werdenberg und Cousine von Kaiser Maximilian I. von Habsburg, Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Erzherzog von Österreich und ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Werdenberg

Verheiratet mit Johann III. von Egmond, Herr von Baer, Lathum, Hoogwoude, Hoogwoude und Aarstwounde sowie Herr von Purmerend, Purmerland und Ilpendam (http://genealogy.euweb.cz/egmond/egmond2.html). Er war Statthalter von Holland, Seeland und Westfriesland und erster Graf von Egmond.

Wie sein Vater, unterstützte er die Burgundische Partei im Kampf um die Macht in Geldern. Als Karl der Kühne 1472/73 die Macht dort übernahm, machte er ihn zum Vogd von Westfriesland und 1474 zum Gouverneur von Arnhem. Während des sogenannten Haken-und Kabeljau-Krieges stand er auf Seiten des Kaisers Maximilian, der ihn dafür 1483 mit der Statthalterschaft über Holland, Seeland und Westfriesland belohnte. Im Jahr 1486 erhob der Kaiser das Land zur Reichsgrafschaft.

1491 wurde er Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies.

Das Paar hatte 9 Kinder.

Johann IV. von Egmond war der zweite Graf von Egmond und Träger des Ordens vom Goldenen Vlies. Er war Herr zu Hoogtwoude, Aartswoude und Baar. Er ist der Sohn von Johann III. von Egmond und dessen Frau Magdalena von Werdenberg.

Johann wurde in einer der reichsten Familien in Holland geboren. Mit 17 Jahren wurde er mit der Erbtochter von Jakob II. von Luxemburg-Fiennes, Franziska von Luxemburg, Gräfin von Gavre, Dame de Fiennes verheiratet.

Die Familie Luxemburg-Fiennes besaß große Herrschaften in Artois und der Picardie, wie Auxy-le-chateau, Vennes, Montorgueil, Dompierre, Estouyes, Flavy, Fontaine-sur-Somme, Basentin, Averdoing, in der Grafschaft St. Paul, Baronie Fiennes, in Boulonois, die Grafschaft Gavre, zwischen Oudenarde und Gent, an der Scheide die große Herrschaft Armentieres und Erquinghem, an der Lys unwcit Lille, die Baronie Sotteghem, in dem Lande von Aelst, die Herrschaft Cantaing, eine der Pairien von Cambresis, Hamaide, im Hennegau, die große Herrschaft Vierde unweit von Charlemont.

Zugleich wurde er Kammerjunker von Kaiser Karl V.

Das Paar hatte drei Kinder.

Karl I. von Egmond war der dritte Graf von Egmond, Herr von Purmerend, Purmerland und Ilpendam. Er war der älteste Sohn von Johann IV. von Egmond und dessen Frau Franziska von Luxemburg. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er Graf von Egmond. Wahrscheinlich führte seine Mutter die Geschäfte. So konnte sie 1540 die Grafschaft Gavre in ein Fürstentum umwandeln. Im Jahr 1541 beschloss Kaiser Karl V. einen Feldzug gegen die Barbaresken-Piraten. Als treue Parteigänger des Kaiser schlossen sich Karl und sein Bruder Lamoral dem Feldzug an.

Lamoral Graf von Egmond, Fürst von Gavre, Ritter und Statthalter von Flandern und Artois. Ebenfalls war er Heer der Hohen Herrlichkeit von Purmerend, Purmerland und Ilpendam, Baron von Fiennes, Herr von Hoog- und Aartswoud, Sotteghem, Armentières und Auxy. Über seine Mutter war er Neffe des Königs von Spanien. In verschiedenen Feldzügen diente er Kaiser Karl V. und erwarb sich den Ruhm eines tapfern und verwegenen Soldaten.

1542 wurde er durch den Tod seines Bruders Statthalter der Provinz Holland und anderer Güter.

1544 heiratete er in Speyer Sabina, die Tochter des Pfalzgraf und Herzog Johann II. von Simmern, mit der er in glücklicher und kinderreicher Ehe (insgesamt 11 Kinder) lebte. Sabina ist in den Niederlanden bekannt unter dem Namen „Sabine von Bayern“. Lamoral Graf von Egmont erwarb 1559 ein Gebiet südwestlich von Rotterdam, das er einpoldern ließ, und nach der Heimat seiner Ehefrau „Oud-Beijerland“ nennen ließ(nach Graf Egmonts Enthauptung in Brüssel 1567, übernahm Sabina die Verwaltung dieses Gebietes. Sie stiftete 1622 ein Rathaus, das immer noch besteht).

1546 erhielt er den Orden vom Goldenen Vlies.

1554 stand er an der Spitze der Gesandtschaft, welche den Ehevertrag des Infanten Phillip II. mit der englischen Königin Maria I. Tudor zu unterzeichnen hatte; dann ging er nach Spanien, seinen neuen Souverän zu begrüßen.

Im spanisch-französischen Krieg spielte er eine hervorragende Rolle und zeichnete sich namentlich in den Schlachten bei St. Quentin und bei Gravelines aus.

1559 machte ihn König Philipp II. zum Statthalter von Flandern und Artois.

Als Sprecher der niederländischen Adelsopposition ging er 1565 nach Spanien, aber von Philipp II. mit Schmeicheleien überhäuft, brachte er die ihm aufgetragenen Beschwerden nur zaghaft vor und kehrte unverrichteter Dinge in die Niederlande zurück. Hier zeigte er sich nach dem Bildersturm 1566 als entschiedener Anhänger Spaniens und des Katholizismus und verfolgte in seiner Provinz Flandern die Protestanten auf das grausamste.

Dennoch zürnte ihm Philipp II. wegen seiner früheren Opposition. Egmond aber fühlte sich ganz sicher, ließ die Warnungen Wilhelm von Nassau-Dillenburg, Fürst von Oranien, auf ihrer letzten Zusammenkunft in Willebroek unbeachtet, ging Don Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel, 3. Herzog von (Duque de) Alba, als derselbe 1567 in die Niederlande kam, bis zur Grenze entgegen und ritt an seiner Seite in Brüssel ein.

Hintergrund: In den Niederlanden unterdrückte der Herzog von Alba den Aufstand gegen die spanische Herrschaft so brutal, dass er später auch „der Eiserne Herzog" genannt und zu einem zentralen Feindbild der „schwarzen Legende“ gegen die spanische Weltmachtstellung wurde. Von 1567 bis 1573 war Herzog Alba Statthalter der Spanischen Niederlande und Nachfolger der Halbschwester des Königs, Nargarethe von Parma, wo er ein Schreckensregiment führte, da seine Vorgängerin der immer stärker werdenden niederländischen Rebellion nicht Herr werden konnte.

Lamoral Graf von Egmont wurde als Hochverräter und Rebell zum Tode verurteilt und gleichzeitig mit dem Grafen von Hoorn am 5. Juni 1568 auf dem Großen Markt in Brüssel enthauptet. Sein umfangreiches Vermögen wurde eingezogen. Das Datum dieser Hinrichtung markiert den Beginn des Achtzigjährigen Krieges, in dem sich die Niederländer schließlich von der Herrschaft der Spanier befreiten.

Ein Denkmal wurde ihm, gemeinschaftlich mit dem Grafen Hoorn, in Brüssel am kleinen Sablon errichtet.

Denkmal

Egmond hinterließ unter elf Kindern drei Söhne - darunter seinen Titelerben Philip von Egmond, welche sich mit der spanischen Regierung aussöhnten und einen Teil der Güter zurückerhielten.

Er war der fünfte Graf von Egmond, Fürst von Gavre, Baron von Gaesbeek sowie Heer von Purmerend, Purmerland und Ilpendam. Philip wurde als siebentes Kind, aber als erster Sohn, von Lamoral von Egmond und Sabine von Pfalz-Simmern geboren.

Nach der Hinrichtung des Vaters übernahm Wilhelm von Nassau-Dillenburg, Fürst von Oranien die Vormundschaft über den jungen Prinzen. Philip von Egmond bot dem spanischen König Philipp II. - der sein Großonkel war - seine Dienste an, und eroberte für ihn diverse Städte und Festungen. Dafür wurde er von Philipp II. in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen.

Anna war einziges Kind und Erbin des Kapitän-Generals der NIederlande, Maximilian von Egmond und dessen Gemahlin Françoise de Lannoy, Herrin von Lannoy, Santes und Drongen. Sie folgte ihrem Vater suo jure als Gräfin von Büren, Leerdam und Lingen etc. 1548.

Anna stammte aus einer der ältesten und prominentesten Familien der Niederlande zu der auch die niederländischen Freiheitskämpfer Lamoral von Egmond und Graf von Hoorn gehörten, letzterer war ein Sohn ihrer Tante Anna von Egmond. Die von ihrem Vater erworbene Grafschaft Lingen verkaufte Anna, als sie heiratete, für 120.000 Goldgulden an Kaiser Karl V.

Am 8. Juli 1551 heiratete sie in Buren Wilhelm I. von Oranien-Nassau, der als Erbe des Fürstentums Orange in den Niederlanden begütert war. Durch seine Ehe mit der reichen Erbin erwarb Wilhelm deren umfangreiche Ländereien sowie den Titel eines Grafen von Büren und Herren von Egmond. Zum Zeitpunkt der Eheschließung war Wilhelm noch, genau wie seine gleichaltrige Gattin katholisch.

Nach dem frühen Tod Annas mit 25 Jahren wurden ihre 3 überlebenden Kinder an den Hof der niederländischen Statthalterin Maria von Ungarn zur Erziehung übergeben.

  1. Maria (1553–1554/5)

  2. Philipp Wilhelm, Prinz von Oranien, 1609 Fürst von Oranien ∞ 1606 Eleonore de Bourbon-Condé

  3. Maria ∞ 1595 Graf Philipp von Hohenlohe-Neuenstein, Sohn von Graf Ludwig Kasimir von Hohenlohe-Waldenburg

Anna ist bis heute die einzige aus Holland stammende Gemahlin eines niederländischen Regenten des Hauses Oranien. Den Titel des Grafen von Büren führt bis heute der jeweils niederländische König. Aufgrund Annas Verbindung mit Wilhelm von Oranien nennt sich Buren (Gelderland) heute Oranjestad. Nach Anna sind in den Niederlanden mehrere Schulen benannt.