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LankowitzGeschichte Schloss Lankowitz

Die große Schenkung Kaiser Ottos III an den Markgrafen Adalbero von Eppenstein im Jahr 1000 beinhaltete auch die Gegend um Lankowitz. Von den Eppensteinern kam die Burg an die Wildoner, die Lankowitz von ihren Gefolgsleuten, den Herren von Graden, verwalten ließen. Als Folge der Beteiligung der Wildoner an einer Fehde gegen Herzog Albrecht I verloren sie auch die Herrschaft Lankowitz, die nun landesfürstlich wurde. 1415 erhielten die Brüder Alexander und Peter Gradner vom Landesfürsten Herzog Ernst die Erlaubnis, oberhalb des Dorfes Lankowitz einen Edelsitz zu errichten. Georg Gradner machte erst 1440 davon Gebrauch und erbaute sich ein wohnliches Schloss. Das dafür erforderliche Grundstück war ein Lehen der Grafen von Montfort.1459 wird Lankowitz als „geslos“ bezeichnet. Damals verkaufte Gradner die Herrschaft mit den dazugehörigen Jagdgründen an Kaiser Friedrich III. Dieser löste Graf Hermann von Montfort die Lehenshoheit ab und belehnte 1460 den steirischen Adeligen und Pfleger von Voitsberg, Andreas Greißenegger, mit Lankowitz. Dieser war 1469/70 in die Fehde des Andreas Baumkircher gegen den Kaiser verwickelt, wofür er gemeinsam mit Baumkircher hingerichtet wurde. Friedrich III zog seine Güter ein und verpfändete Lankowitz an Thoman Rottaler. Als Stainz den Klosteraufhebungen Kaiser Josefs II zum Opfer gefallen war, wurde Lankowitz 1782 zur Staatsherrschaft. 1848 wurde das Schloss in eine Straf- und Besserungsanstalt umgewandelt. Zuletzt diente es als Frauengefängnis. Nach dessen Schließung wurde das mittlerweile in Privatbesitz übergegangene Gebäude 1993 revitalisiert. Das Innere wurde in Wohnungen und Büros aufgeteilt. In einigen Räumen wurde 1998 ein Heimatmuseum eingerichtet. Gelegentlich finden Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen im Schloss statt.