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Burg KranichbergGeschichte Burg Kranichberg

Die Herren von Kranichberg waren Ministeriale der Grafen von Formbach-Pitten. Um 1150 scheint ein Siggefridus de Craneberch in den Urkunden auf. Ein Wehrbau muss also damals bereits existiert haben. 1202 wird Hermann von Kranichberg erstmals genannt, der am Hof Leopolds VI und Friedrichs II eine gewisse Rolle spielte. Die Familie hatte auch Besitzungen an der Donau, im Wald- und im Mühlviertel. Nach dem Aussterben des auf Kranichberg sitzenden Zweiges wird 1352 Ulrich II von Wallsee-Graz als Herrschaftsinhaber erwähnt. 1363 folgte Leutold von Stadeck. Die Tochter des letzten Stadeckers heiratete 1400 Ulrich von Montfort. Sein gleichnamiger Vater war der bekannte Minnesänger. Nach 1420 war Kranichberg bereits landesfürstlich und an den einflussreichen Ratgeber Kaisers Friedrich III, Walter Zebinger, verpfändet.

Bis 1957 befand sich hier die Grabstätte des letzten Wiener Fürsterzbischofs Kardinal Piffl, der 1932 verstorben war. 1970 verkaufte die Erzdiözese Kranichberg an den amerikanischen Industriellen Henry Reichhold, der es bis 1980 besaß. Die Hochburg befindet sich auch heute noch in Privatbesitz und wird zeitweise bewohnt. In der Vorburg ist ein elegantes Hotel untergebracht. Im 19. Jh. diente dieses Gebäude bereits als Brauerei und Wirtshaus.