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Die Slawata, Grafen S(ch)meczansky von Chlum und Koschumberg, Slawata z Chlumu a z Kossumberga (tschechisch Slavatové z Chlumu a Košumberka) waren ein Herrengeschlecht aus der Sippe der Gaugrafen von Leitmeritz an der Elbe, das mit comes Bleh, 1069-1108 zuerst erscheint und dessen Urenkel Zdislaw von Trzebussin (Třebušín, deutsch Triebsch) im Leitmeritzer Kreis in Böhmen) 1197 Vater des Bun Zislawicz von Hostolwicz war, welcher nach 1244 verstorben ist. Von dessen Sohn Jeniss von Chlum stammen die späteren Herren von Chlum im Czaslauer Kreis ab, bei welchen der Vorname Slawata im Laufe des 15. Jahrhunderts zu einem Familiennamen wurde. Nach der ältesten böhmischen Herrenstandsordnung vom Jahr 1501 nahmen die Freiherrn Slawata von Chlum den 24. Rang ein.

Wilhelm Slavata, Graf (datiert 1621) von Neuhaus, Chlum und Koschumberg, (* 1572 Czestin-Kostel; † 19. Februar 1652 Neuhaus in Böhmen), 1. Regierer des Hauses Neuhaus (datiert 1627 mit Vorrang vor allen Obrist-Landesoffizieren und Herrenstandfamilien), Oberstkanzler und Statthalter im Königreich Böhmen, welcher am 23. Mai 1618 während des Ständeaufstand in Böhmen (1618) mit Jaroslav Borsita von Martinic und dem Sekretär Philipp Fabricius (nobilitiert mit dem Prädikat "von Hohenfall") den Zweiten Prager Fenstersturz überlebte und flüchten konnte. Nach der Schlacht am Weißen Berg am 8. November 1620, dem nachfolgenden Prager Blutgericht am 21. Juni 1621 am Altstädter Ring und der Rekatholisierung in Böhmen während des Dreißigjährigen Krieges kehrte Wilhelm Slavata nach Böhmen zurück.

Er war seit dem 13. Januar 1602 mit Lucia Otilia Freiin von Neuhaus (Adelsgeschlecht) (z Hradce) († 1633), Erbin des Adam II. Freiherrn von Neuhaus aus dem Haus der Witigonen und der Katharina, geborene Gräfin von Montfort (Adelsgeschlecht) verehelicht.

Aus ihrer Ehe stammen (nach dem Genealogen Roman von Prochazka) acht Kinder:

Adam Paul Slawata († 2. Juli 1657), 2. Regierer des Hauses Neuhaus, auf Neuhaus, Zirownicz und Roth-Lhota, Oberst-Erblandmundschenk im Königreich Böhmen; oo Wien 1626 Maria Margarethe, Tochter des Hans Ulrich von Eggenberg, Reichsfürst und Herzog von Krummau, verstorben 1634, und der Maria Sidonia Freiin von Thannhausen (Adelsgeschlecht). Die Ehe wurde 1632 für ungültig erklärt.

Joachim Ulrich Slawata, am 4. Mai 1645 vor dem Vater verstorben, auf Piatz in Böhmen und Teltsch in Mähren, kaiserlicher Kämmerer; oo Franziska, Tochter des Leonhard Helfried von Meggau und der Anna Freiin Khuen von Belasi, deren Sohn Ferdinand Slawata Graf von Chlum und Koschumberg, 3. Regierer des Hauses Neuberg, Statthalter und Obersthofrichter im Königreich Böhmen war und am 2. April 1673 verstorben ist; oo 1650 Maria Cäcilia Renata, Tochter des Georg/Jíří Březnický von Náchod und Lichtenburg (Adelsgeschlecht), Freiherr von Kolumberg und dessen zweiter Ehefrau Renate Maria Freiin von Breiner zu Stätz (Staatz). Aus der Ehe stammen vier Töchter.

Johann Georg Joachim Slawata, (* 1638; †1. Juli 1689 in Welwarn (Velvary), 4. Regierer des Hauses Neuhaus, Oberstlandrichter im Königreich Böhmen, oo Maria Margaretha Elisabeth, (* Wien 13. Juli 1643, † 1698), Tochter des Johann Franz Graf von Trautson und dessen zweiter Ehefrau Christine Elisabeth Gräfin von Mansfeld (Adelsgeschlecht), aus deren Ehe drei Töchter stammen. Die älteste Töchter Maria Josepha (* 2. Februar 1667, † 9. Oktober 1708) wurde die Erbin der Herrschaft Neuhaus und war 1686 mit Hermann Jakob Graf Czermin von und zu Chudenitz, Oberstburggraf in Prag verehelicht.

Anna Lucia Slawata († 1. März 1704 in Zasmuk; † 3. September 1702 ); oo 1674 Ulrich Adolph Wratislaw von Sternberg (Adelsgeschlecht), Ritter des Ordens von Goldenen Vlies, Oberstburggraf zu Prag, am 3. September 1702 verstorben.

Leopold Wilhelm Slawata, (* 1639, † 26. Januar 1691), 5. Regierer des Hauses Neuhaus, vorerst Domherr in Passau, wurde säkularisiert, und mit päpstlicher Dispens verehelicht mit Maria Klara Apollonia, verwitwete Gräfin de Launay, geborene Freiin von Starhemberg.

Katharina Theresia Slawata, verehelicht mit Johann Ernst Freiherr von Fünfkirchen (Adelsgeschlecht).

Karl Johann Slawata, resignierte 1691 auf die Nachfolge als Regierer des Hauses Neuhaus, trat als "Pater Felix a Sancta Theresia" in den Barfüßerorden der Karmeliten ein und verstarb als General des Ordens am 21. Juli 1712 als letzter Namensträger der Slawata von Neuhaus, Chlum und Koschumberg in Rom.

Franz Veit Slawata, unverehelicht vor dem Jahr 1691 verstorben.