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Isabella von Angoulême war das einzige Kind und die Erbin des Grafen Aymar Taillefer von Angoulême und dessen Ehefrau Alix von Courtenay. Über ihre Mutter war sie eine Urenkelin des französischen Königs Ludwig VI.

Hintergrund: Im Alter von etwa erst 12 Jahren wurde Isabella von Angoulême (http://thepeerage.com/) im Frühjahr 1200 mit dem gut zwanzig Jahre älteren Hugo IX. von Lusignan, Graf von La Marche, verlobt. Doch der englische König Johann Ohneland, der als Herzog von Aquitanien der Lehnsherr sowohl der Lusignans als auch der Grafen von Angoulême war, ließ seine erste Ehe mit Isabel von Gloucester annullieren und vermählte sich selbst am 24. August 1200 in Bordeaux mit Isabella von Angoulême.

Laut einigen Chronisten soll Johann Ohneland diesen Schritt aus Liebe auf den ersten Blick zu dem 20 Jahre jüngeren Mädchen unternommen haben. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass er durch diese Heirat verhindern wollte, dass die beiden bedeutenden, bisher miteinander rivalisierenden Adelsfamilien der Grafen von Angoulême und Lusignan aufgrund ihrer geplanten Eheallianz künftig gemeinsame Herrschaftsinteressen entwickelten und somit ein bedrohlicher Machtfaktor würden.

Er war der jüngste Sohn König Heinrichs II. und folgte seinem Bruder Richard I., genannt Richard Löwenherz, auf den Thron.

Johann Ohneland soll anfangs mit seiner schönen jungen Gemahlin so viel Zeit verbracht haben, dass er darüber die Staatsgeschäfte vernachlässigte. Nach 1205 war er eher selten mit ihr zusammen und soll ihr sehr untreu gewesen sein, doch auch Isabella habe diverse Liebhaber gehabt, die Johann umbringen ließ.

1214 segelte Isabella mit ihrem Gemahl nach Frankreich, wo König Johann ihre Erbschaft in Angoulême unter seine Kontrolle bringen konnte. In England musste Johann dann aber gegen aufständische Barone kämpfen.

Trotz der Unterzeichnung der Magna Carta (www.thelatinlibrary.com) geriet sein Königtum in Gefahr, als er die Urkunde durch den Papst für nichtig erklären ließ und der daraufhin von den Baronen zu Hilfe gerufene französische Kronprinz Ludwig VIII. im Mai 1216 auf den Britischen Inseln landete und in London einzog. Die rebellischen Barone waren gewillt, Ludwig die Krone anzutragen, als Johann bereits im Oktober desselben Jahres verstarb. Ihm folgte sein unmündiger Sohn Heinrich III. auf den Thron und Isabella sorgte für seine rasche Krönung. Ein Regentschaftsrat nahm für ihn die Belange der Krone wahr und eine modifizierte Form der Magna Carta wurde akzeptiert, woraufhin die Barone auf Heinrich III. umschwenkten und Ludwig VIII. 1217 endgültig den erstrebten englischen Königstitel aufgeben musste.

Aus Isabellas erster Ehe mit König Johann von England stammen folgende Kinder:

  1. Heinrich III., König von England

  2. Richard, Earl of Cornwall, seit 1257 Römisch-Deutscher König

  3. Johanna ∞ 1221 König Alexander II. von Schottland

  4. Isabella ∞ 1235 Kaiser Friedrich II.

  5. Eleanor ∞ 1238 Simon V. de Montfort, 6. Earl of Leicester

Da Isabella offenbar kein Einfluss auf die Entscheidungen des Regentschaftsrats ihres Sohnes eingeräumt und der Besitz der zu ihrem Wittum gehörigen Burgen von Exeter und Rockingham sowie die Zahlung der ihr angeblich von Johann vermachten 3500 Mark verweigert wurde, kehrte sie im Juli 1217 nach Angoulême zurück, wo sie ihre Herrschaftsübernahme gegen den Widerstand der von ihrem verstorbenen Gemahl 1214 eingesetzten Verwaltungsbeamten durchsetzen konnte.