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Über Hugo XII.´s Leben ist im Gegensatz zu anderen Autoren des späten Mittelalters viel bekannt.

1377 nahm Hugo von Montfort-Tettnang-Bregenz an dem Zug Herzog 
Albrechts III. von Österreich gegen die heidnischen Preußen teil, war auch sonst mehrfach in kriegerische Händel verwickelt, machte eine Pilgerfahrt nach dem Heiligen Land.

Zahlreiche Urkunden und Erwähnungen in Chroniken, besonders aber auch die unter seinem Namen überlieferten Gedichte sind Quellen seiner Biographie.

Hugo XII


Hugo XII., Graf von Montfort-Bregenz und über seine Mutter Ursula von Pfirt mit den Habsburgern (http://www.habsburg.net/) verwandt, bekleidete als angesehener Politiker zahlreiche hohe Verwaltungsämter. Er machte
politische Karriere in Diensten des Hauses Habsburg: als Oberbefehlshaber der herzoglich-österreichischen Truppen in Italien, als Hofmeister Herzog Leopolds IV, als Landeshauptmann der Steiermark 1413–1415, als Landvogt im Thurgau, Aargau und Schwarzwald. Im Jahr 1399 erwarb er die Festenburg in der Oststeiermark.

Hugo XII. wurde als zweitältester Sohn mit größter Sorgfalt unterrichtet und für eine geistliche Laufbahn erzogen, was erklärt, wie er auf theologische Kenntnisse in seinem Werk zurückgreifen konnte. Auch eine weltliche Bildung wurde ihm zuteil, was die vielen Andeutungen in seinen Werken auf zeitgenössische und hochmittelalterliche Dichtung beweisen.

Mit 16 Jahren, wurde er mit der jungen Witwe von Cilli verheiratet, Erbgräfin Margarete von Pfannberg, die weitläufige Alliodalgüter in der Steiermark, in Österreich und Kärnten mit in die Ehe bringt. Damit begründete Hugo den steirischen Zweig der Montforter und erweiterte das Herrschaftsgebiet des Hauses Montfort gewaltig: Er wurde Erbe von Burg und Grafschaft Pfannberg im steirischen Murtal und weiterer pfannbergischer Besitzungen.

Er heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau, die im Jahre 1389 verstorben ist, im Jahre 1395/96 Clementia von Toggenburg, die 1399 starb.

Kurz darauf folgte im Jahr 1402 eine Doppelhochzeit: Hugo heiratete die verwitwete Anna von Neuhaus (http://www.roskildehistorie.dk/), sein Sohn Ulrich deren Tochter Guta.

Auch Jakob I. von Montfort-Pfannberg heiratet in diese Linie ein (http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler)

Die Herren von Neuhaus gehörten zu den reichsten Familien des böhmischen Königreichs. Im 16. Jahrhundert bauten sie ihre Schlösser und andere Gebäude im Stil der Renaissance um, z. B. ihr Prager Palais sowie Schloss Telč und Schloss Jindřichův Hradec, Tschechische Republik auf dem sie residierten.

Durch die geographische Nähe zu Österreich und Baiern (Altbayern) entstanden verwandtschaftliche Verbindungen mit den österreichischen Adelsfamilien Hardegg, Walsee, den Kuenringern und den Schaunbergern, sowie den bayerischen Grafen Leuchtenberg und Hals. Der politische Einfluss der Witigonen, deren mächtigste Äste die Herren von Neuhaus waren, soll schon im 13. Jahrhundert an die landesherrliche Macht gereicht haben. Nach der Herrenstandsordnung vom Jahre 1501 stand ihnen zusammen mit den Rosenbergern der ersten Rang gleich hinter dem König und vor allen anderen Herrenstandsgeschlechtern zu. Mitglieder der Familie bekleideten höchste politische Ämter im Königreich Böhmen.

In den Jahren 1401/1402 ließ sich Hugo eine abschließende Sammlung seines dichterischen Werks anfertigen, abschließend 1414 in einem zweiten Auftrag einen Prachtcodex für seine gesamte Werksammlung.

Er starb am 5. April 1423 und wurde im Minoritenkloster in Bruck an der Mur begraben, wo bis heute eine Gedenktafel mit Versen aus seinem Werk an ihn erinnert: 
Ich hán es ie darnach gemachen als mir do was zu mút, won: 
>wes das hertz begerend ist, der mund túts dikch sagen<. (35, vv. 135-138)

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Hugo von Montfort ist die berühmteste Persönlichkeit seines Geschlechtes. Sein Ruhm begründet sich aber nicht in erster Linie seines literarischen Oeuvres, das insgesamt 38 Minne- und Tagelieder, Reden und Briefe umfasst, sondern auf seinen herausragenden Ruf als wichtigem Politiker.

Hugo von Montfort wurde 1395 am Heiligen Grab zu Jerusalem zum Ritter vom heiligen Grab geschlagen.