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1681 wurde Maximilian von Hohenzollern-Sigmaringen, dritter Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen Regent eines verkleinerten Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen. Nach dem Tod seines Vaters erhielt sein Bruder Franz Anton den Haigerlocher Teil des Landes. Maximilian herrschte somit über ein Gebiet, das der bloßen früheren Grafschaft Sigmaringen entsprach. 
Der Fürst widmete sich diversen Bauvorhaben in der Stadt Sigmaringen und beim Schloss Sigmaringen.

Aus der Ehe mit seiner Gattin Maria Clara von Berg-s’Heerenberg gingen folgende Kinder hervor:

  • Anna Maria (1666-1668)

  • Maria Magdalena Klara (1668-1725), Nonne im Kloster 
    Gnadenthal

  • Maria Theresia Cleopha (1669-1731), Nonne in Buchau

  • Meinrad II. Karl Anton (1673-1715), Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen ∞ 1700 Gräfin Johanna Katherina von Montfort (1678-1759) 
    http://www.geneall.net/ 
    http://www.dinastias.com/

  • Franz Albert Oswald (1676-1748), Domherr in Köln

  • Franz Heinrich (1678-1731), Domherr in Köln und Augsburg

  • Karl Anton (1679-1684)

  • Anton Sidonius (1681-1719), gefallen ∞ 1712 Gräfin Maria Josepha von Verdenberg und Namiest (1687-1745)

  • Johann Franz Anton (1683-1733), gefallen

1. 1712 Maria Barbara Everhardt von Lichtenhaag

2. Maria Antonia von und zu Fraunberg (* 1705)

Gräfin Johanna Katherina von Montfort

Im Jahr 1692 erhöhte Kaiser Leopold I. den fürstlichen Rang der schwäbischen Hohenzollern über die Primogenitur hinaus. Mit anderen Worten, durch die erste Verleihung wurde die Fürstenwürde nur an die Primogenitur respektive direkte Nachfolge gebunden. Der Fürst schloss 1695 mit dem kurfürstlichen Haus Brandenburg den Hohenzollern- Brandenburgischen Erbeinigungsvertrag ab. Danach sollte beim Aussterben der schwäbischen Linie das Land an Brandenburg fallen. Der Einigung stimmte auch Kaiser Leopold I. bei.

Meinrad II. Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen heiratete am 22. November 1700 in Sigmaringen Johanna Katherina (1678-1759), Tochter des Grafen Johann Anton I. von Montfort-Tettnang. Sein Onkel Franz Anton von Hohenzollern-Haigerloch fiel 1702 in der Schlacht bei Friedlingen, sodass Meinrad II. das Haigerlocher Gebiet zufiel. 1708 erbaute Meinrad die Eisenschmelze in Laucherthal, das heutige Unternehmen Zollern GmbH und Co. KG (ehemals Fürstlich Hohenzollernsche Hüttenwerke) mit Sitz in Sigmaringendorf-Laucherthal.

Während ihr Mann in österreichischen Diensten in Wien stationiert war, kümmerte sie sich um die Erziehung der Kinder. 1707 floh sie vor den Wirren des Spanischen Erbfolgekrieges (in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die spanische Thronfolge zum Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit der europäischen Diplomatie, da mit dem Tode des kinderlosen Königs Karl II. das Erlöschen der spanischen Linie des Hauses  Habsburg bevorstand.) mit den 4 Kindern aus Sigmaringen zu ihrem Mann nach Wien. Erst sieben Jahre später kehrten sie gemeinsam zurück.

Nach dem Tod ihres Mannes war Johanna Katharina, die als an Geist und Seele gleichermaßen hochgebildet beschrieben wurde, bis 1720 Regentin in Hohenzollern-Sigmaringen für ihren minderjährigen Sohn Joseph Friedrich Ernst (1702-1769), Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen. Während ihrer Regentschaft belehnte sie den preußischen Kriegskommissar Dozem zu Kleve mit dem Gut Bistervelde. Johanna Katharina war Trägerin des Sternkreuzordens.

Der Sternkreuzorden („Hochadeliger Frauenzimmer-Sternkreuzorden“) ist ein österreichischer Damenorden, der am 18. September 1668 von der Kaiserin Eleonore, der dritten Gattin Kaiser Ferdinands III., zur Erinnerung an ein verlorenes und wiedergefundenes Reliquienkreuz für katholische adlige Damen zur Förderung der Andacht zum heiligen Kreuz, des tugendhaften Lebens und wohltätiger Handlungen gestiftet wurde.

Die Anzahl der Damen ist nicht beschränkt, alter Adel aber unbedingt erforderlich. Die Ahnenprobe musste bis 1918 acht adlige Urgroßeltern des Vaters und acht adlige Urgroßeltern der Mutter samt ggf. 16 adlige Vorfahren des Ehegatten nachweisen. Die Ernennungen gehen von der Großmeisterin des Ordens, „der höchsten Ordensschutzfrau“, immer einer österreichischen Erzherzogin, aus. Derzeitige Großmeisterin ist Gabriela von Habsburg.

Die Dekoration, welche viermal geändert wurde, besteht jetzt aus einem kaiserlichen Adler, auf dem ein achteckiges rotes Kreuz auf einem blauen liegt. Am oberen Rand der medaillonartigen Fassung zieht sich ein weiß emailliertes Band mit der Devise: „Salus et gloria“ hin. Der Orden wird am schwarzen Band getragen.

Ordensfesttage sind der 3. Mai und das Fest Kreuzerhöhung am 14. September.