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Im Jahr 1094 soll Meckenbeuren in den Besitz des Klosters Weingarten gekommen sein, das es 1530 für 3100 Gulden an den Grafen Haug von Montfort verkaufte. 1780 kam Meckenbeuren zusammen mit dem übrigen Besitz des Grafen Montfort an Österreich, an das dieser völlig verschuldet war.

Durch Napoleon wurde Meckenbeuren im Jahr 1806 bayrisch und kam 1810 an Württemberg. Was Meckenbeuren jedoch überall bekannt gemacht hat, ist wohl das Lied: "Auf d’r schwäbische Eisenbahn . . ."

Wie Bregenz, Lindau und Wasserburg, so war auch die Insel Argen einst einer der Punkte, auf welchen die Römer festen Fuß gefaßt haben, und es sollen hier lange noch zwei mächtige Thürme gestanden haben, die man für ihr Werk erkannte. Auf den Grund dieser römischen Befestigung wurde eine deutsche Burg gesetzt. Aber auch sie unterlag den Stürmen der Zeit, Langenargen war ohne Burg, und es wird auch in dem Übergabsbriefe des Grafen Haug von Montfort vom Jahr 1309, worin er alle seine Burgen und Besitzungen aufzählt, einer Burg Argen nicht gedacht, sondern nur eines Dorfs Argen.

Erst in einer Urkunde vom Jahr 1354 heißt es statt Dorf Argen, „Burg Argen etc.“ Es war der reiche Graf Wilhelm von Montfort, der hier in den Jahren 1332 - 1343 wieder eine Burg baute. Im Jahr 1629 wüthete die Pest zu L. und in der Umgegend, nur das Schloß blieb verschont, und es flüchteten sich daher viele Leute dahin.

Graf Haug zu Montfort und Rothenfels (Tettnang war damals abgetheilt) verlieh 1456 den Bürgern, die innerhalb des Grabens sitzen, die Freiheit, daß sie künftig des Jahrs nur Einmal und zwar nur 2 Pfenning von 1 Pfd. des fatirten Vermögens zu zahlen haben, er verzichtete zugleich auf das Recht, die armen Leute (Leibeigene) zu beerben, und bestimmte die Frohndienste, welche die Bürger zu Wasser und zu Land in das Schloß leisten sollen. Im Jahr 1464 ertheilte Graf Haug dieselbe Freiheit auch den getreuen Leuten, die oberhalb und unterhalb der Stadt wohnen, unter der Bedingung, daß sie auf Verlangen des Grafen innerhalb des Grabens ziehen, und auf das Zinsgut, das er ihnen verleiht, ein Haus mit Stallung bauen müssen. Von den Grafen Haug d. j. und Johann wurden 1496 jene Freiheiten auf die ganze Herrschaft Argen ausgedehnt.

Sie galt lange für eine bedeutende Veste, und noch im dreißigjährigen Kriege stritten bald Freunde und bald Feinde um ihren Besitz. Gegen das Ende des Kriegs 1647 rückten die Schweden unter General Wrangel vor die Veste, der Kaiserliche Commandant verließ sie feiger Weise, und wurde dafür zu Lindau enthauptet. Die Schweden, welche die Veste jetzt in Besitz nahmen, blieben darin bis zum 15. September 1649. Eine während dieser Zeit von ihnen angelegte Schanze, die aber jetzt in ein Gärtchen umgeschaffen ist, heißt noch die Schwedenschanze. Noch im Spanischen Erbfolgekrieg spielte das Schloß Argen eine Rolle; 1703 rückten die Bayern vor dasselbe, zogen aber wieder ab, als sie es von den Reichstruppen besetzt fanden.

Die Burg Argen mit Zugehör, oder nach späterem Sprachgebrauch, die Herrschaft Argen bildete eine eigene Reichsherrschaft, wovon der Blutbann und die Fischenz in dem Bodensee von dem Schloß bis zu dem Breitenstein hinauf Reichslehen waren. Die Grafen von Montfort nannten sich daher auch Herren zu Tettnang und Argen. Zu der Herrschaft gehörten außer Langenargen auch Argen, die jetzigen Gemeindebezirke Nonnenbach und Oberdorf.

Ums Jahr 1720 ließ Graf Anton von Montfort die Festungswerke abbrechen, das Schloß aber „so von dem tobenden See ziemlich übel zugerichtet und ruinirt worden war,“ neu herstellen. Sein Nachfolger, Graf Ernst setzte das Werk weiter fort, er legte insbesondere, dem Schloß gegenüber, einen prächtigen Garten an, welcher mit einer auserlesenen Orangerie und den seltensten Gewächsen geschmückt war, baute eine schöne Schloßbrücke, die er 1735 mit den kostbaren Bildsäulen des heil. Nepomuks und des heil. Nicolaus zierte, und schuf so vollends Langenargen zu einem der reizendsten Sitze um, wo die glänzendsten Hoffeste gefeiert wurden.

Die Berichte aus jener Zeit rühmen insbesondere das Fest, das Graf Ernst 1744 zur Feier des Namenstags seiner Gemahlin gab. „Schon am Vorabend des Festes wurde ein 3 Stunden langes Feuerwerk auf 3 Schiffen in dem See abgebrannt, an dem Fest selbst aber wurde in dem reichgeschmückten Saale der Kapuziner Tafel gehalten, „wobei sonderbar ein in dem Saal artlich angelegtes Lustgärtlein, in dessen Mitte ein angenehm „strudlendes, bis an die Bühne aufwallendes Spritzbrünnlein sich repräsentirte, zu sehen war.“

Auch ein Zeughaus mit seltenen Rüstungen und Waffen befand sich bei dem Schloß; sein Inhalt wurde, nachdem Östreich in den Besitz der Tettnangischen Herrschaften gekommen war, 1786 nach Innsbruck abgeführt.

Eine Münze, die ebenfalls mit dem Schlosse verbunden war, und wovon unten noch die Rede seyn wird, brannte am 18. Juli 1733, vom Blitze getroffen, ab. Das Schloß selber aber stand unversehrt bis ins Jahr 1810.

Am 4. September 1809 wurde es von der Königl. Bayerischen Verwaltung mit den dazu gehörigen Plätzen um die elende Summe von 2100 fl. an die Meistbietenden, 4 Ortsbürger, auf den Abbruch verkauft, worauf denn im folgenden Jahre die Verwüstung erfolgte. Ein schnöderes Loos hat einen schöneren Punkt wohl selten getroffen!

Die Burg Fluhenstein. Die Burg bestand aus 4 Stockwerken mit mehr als 20 Wohnräumen. Der herrliche Bau war gegen Feinde durch starke Mauern mit Schießscharten, Gräben, eine Fallbrücke und durch ein doppeltes Eingangstor gesichert.

Burg

Die Burg zu Oberstdorf im nachgebauten Model.

Damals hatte fast jeder kleine Ort seinen eigenen Ritter und auch seine eigene Fliehburg. Im Laufe von einigen Jahrhunderten zwangen die Ritter aber die freien Bauern in die "Leibeigenschaft" und erpressten immer mehr Geld und Arbeit von ihren Untertanen. Wie viele andere Ritter zu ihrer Zeit, gaben sie mehr Geld aus, als sie von ihren Bauern erpressen konnten. Deshalb mussten sie nach und nach ihren Besitz und ihre Leibeigenen verkaufen.

1477 erwarb der Bischof von Augsburg die Burg Fluhenstein und die dazugehörigen Güter und Menschen. Die Brüder Heimenhofen hatten als "Landsknechte" in Italien viel Geld verdient und wollten sich jetzt auf der Burg zu Burgberg zur Ruhe setzten.

Doch erst 100 Jahre später gab der letzte Heimenhofer Hans Burkart auf und verkaufte 1567 den Rest seiner Güter, die u.a . in Oberstdorf und Schöllang lagen, an Bischof Otto Truchseß von Waldburg.

Doch noch hatte Graf Haug von Montfort Schloss Burgberg und 3542 Personen auf der rechten Illerseite in seinem Besitz. 1570 tauschten der Bischof - er musste noch 63.000 Pfund drauflegen - und der Graf ihre Besitztümer und Untertanen auf der jeweiligen Gegenseite. Von da an waren die Augsburger Bischöfe alleinige Herren über Oberstdorf und das obere Allgäu rechts der Iller.

Die Burg Kaisersberg entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, doch dürfte die erste, wohl zum größten Teil hölzerne Anlage noch in das 11. Jahrhundert zurückreichen.

Burg

Kaisersberg war damals ein landesfürstliches Lehen, das an die Grafen von Pfannberg vergeben worden war. Sie oder einer ihrer Vasallen werden als Bauherrn der Burg vermutet. Durch Verschwörungen wechselte die Burg mehrmals zwischen den Steirischen Landesherren und den Pfannbergen. Schließlich erbten die Grafen von Cilli Burg und Herrschaft. Da aus der Verlobung der letzten Pfannbergerin mit dem Sohn des Grafen Hermann von Cilli keine Heirat wurde, musste dieser die Burg 1373 an die Grafen Wilhelm und Haug von Montfort herausgeben. 

Auf Grund eines Vertrages wurde Kaisersberg 1460 wieder landesfürstlich. Von den Pflegern, die nun zur Verwaltung eingesetzt wurden, hatte Bernhard Krabatsdorfer die größte Bedeutung, der zwischen 1466 und 1477 im Auftrag von Kaiser Friedrich III die Burg zum Schloss ausbaute und die Wehreinrichtungen modernisierte.