Die
Grafen von
Montfort sind und
waren ein Adelsgeschlecht
aus verschiedenen Ländern und Verzweigungen.
Die sehr einflussreichen und begüterten Grafen trugen im
geschichtlichen Verlauf ihren Namen mit einem Zusatz in Verweisung auf
das Gebiet ihrer Herrschaft - wie z.B. Montfort-Feldkirch,
Montfort-Bregenz und weitere.
Um das hohe Gut und Wertgefühl aufrecht zu erhalten -und entsprechend zu würdigen, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mich der geschichtlichen historischen Vergangenheit zu widmen und diese bis in die Gegenwart zu erhalten.
Das Haus Montfort war eine Familie des französischen und bezeugt ist. Ihr Stammsitz war die Burg Montfort in der Region Yvelines. Der unhistorische Namenszusatz l’Amaury dient vor allem zur Unterscheidung zu anderen Familien gleichen Namens (z. B. auch zu dem Voralberger Haus Montfort) und lehnt sich an die Entscheidung des Herkunftsortes der Familie an, sich nach dem ersten Herren von Montfort in Montfort- l’Amaury umzubenennen.
Die Montfort spielten ab dem Ende des 11. Jahrhunderts bis ins dritte Viertel des 13. Jahrhunderts hinein sowohl in Frankreich als auch in England eine herausragende Rolle.
Ihr Aufstieg begann mit Simon I. de Montfort, der die Erbin der normannischen Grafschaft heiratete. Seine Tochter war Bertrada von Montfort, deren Ehe mit König Philipp I. von Frankreich zu einer Krise zwischen Frankreich und dem Papst führte. Die von Amaury III. für Bertrada gegründete Abtei Hautes-Bruyeres wurde zur Grablege der Familie.
Um 1170 begann die Hinwendung der Familie zum englischen Adel: Amaury V. heiratete die Tochter des Earl of Glouchester, sein Bruder Simon IV. die Tochter des Earl of Leicester, deren Söhne Amaury VI. und Simon V. im Jahr 1200 bzw. 1205 dann die Erbschaften antraten. Während Amaury VI. aufgrund einer militärischen Auseinandersetzung mit dem französischen König Évreux abgeben musste, konnte Simon seinen Besitz in Frankreich halten: seine Bindung an den Papst, seine Teilnahme am Vierten Kreuzzug, vor allem aber seine Erfolge bei den Albigenser-Kreuzzügen sicherten seine Position, zumal der Kampf gegen die Albigenser ihm auch einer Reihe von Titeln in Südfrankreich einbrachte, der in dem eines Herzog von Narbonne und Graf von Toulouse gipfelte.
Sein weniger fähiger Sohn Amaury VII. trat die Eroberungen seines Vaters an den französischen König ab und zog sich auf seinen Besitz in Nordfrankreich zurück; Jahre später wurde er zum Connetable von Frankreich ernannt.
Seigneur (Herr) nannte sich in Frankreich ehemals jemand, der ein Lehen der Krone mit allen damit verbundenen Rechten über Person und Eigentum besaß. Diese Form der Herrschaft nannte man Seigneurie, den Inbegriff der Rechte aber, die dem Seigneur gebührten, Seigneuriage, und den Seigneur selbst Seigneur justicier, weil er die hohe oder niedere Gerichtsbarkeit über sein Lehen ausübte. Seit der Aufhebung des Lehnswesens am 4. August 1789 gab es diesen Status nicht mehr; der Titel wurde nur noch gegenüber souveränen Fürsten und Prinzen aus deren Familie benutzt. Im Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung Granseigneur erhalten, für jemand, dessen Sitten und Lebensweise den Mann von vornehmer Abkunft und großem Vermögen verraten.
Über dessen Enkelin Beatrix, die Robert IV., Graf von Dreux (Das Haus Frankreich Dreux war eine Nebenlinie der Kapetinger, die von Robert I. dem Großen abstammte, einem Sohn des Königs Ludwig VI. von Frankreich, dem dieser 1132 die Grafschaft Dreux übergab) heiratete, kamen die Montfortschen Besitztümer an das Haus Frankreich-Dreux und damit an die Herzöge von Bretagne, die später zeitweise den Namen Montfort führen.
LUB I/3,1 Graf Hugo von Montfort (Hugo comes de
Monteforti) übergibt mit König Friedrich und mit Zustimmung seiner
Gemahlin und Söhne (uxoris
sue et filiorum) dem Hospital St. Johann jenseits des Meeres die Kirche
in seiner Stadt Feldkirch mit Gütern ausserhalb der Stadt, dazu die
Kapelle im Tal St. Mariä mit dem Walde gegen den Arlberg unter der
Bedingung, dass der Orden den armen Passwandern Feuer, Wasser und
Unterkunft darbietet
und für den Gottesdienst sorgt. Seinen
Dienstleuten (ministeriales) erlaubt der Graf, ihr Lehen der genannten
Kirche zu übergeben, solange die Stiftung nicht höher angewachsen ist.
Alles,
was dem Johanniterspital von der Bregenzer Klause und von Rheineck ab
im ganzen Churer Bistum (de clusa de Pregentz et de Rinegge usque per
totum episcopatum Curie) geschenkt wird, soll dem Stammhaus und den
Armen zufallen. Dieses Privileg wurde bestätigt vor den Dienstleuten
des Grafen auf Burg Montfort (coram ministerialbus comitis in
Monteforti).
Orginale (Existenz, Aufbewahrungsort): Auszug
aus dem
Jahrzeitenbuch der Johanniter zu Feldkirch, früher im Landesmuseum
Bregenz, jetzt verloren.
Abschrift davon im Vorarlberger
Landesarchiv. 09.1218, Ulm LIECHTENSTEINISCHES URKUNDENBUCH I BAND 1-6
Amaurys Bruder Simon V. übernahm den englischen Besitz. Er folgte als Earl Lord High Steward und Earl of Leicester, und wurde der Anführer der ersten Revolution auf englischem Boden, de facto Regent Englands und starb 1265 im Kampf gegen die Truppen seines Schwagers, König Heinrich III. Zwei seiner überlebenden Söhne schlossen sich Karl von Anjou an und gingen nach Italien, Guy heiratete eine Erbin der Familie Aldobrandeschii und wurde Graf von Nola, er ermordete 1271 Heinrich, den Sohn des deutschen König Richard von Cornwall, wofür Guy exkommuniziert wurde; er verbrachte die letzten 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Über seine Tochter Anastasia ging Grafschaft Nola dann an die Familie Orsini.
Die Orsini waren eine weit verzweigte römische Adelsfamilie, die vom römischen Geschlecht der Bobonen abstammte und zwischen 1100 und 1900 maßgeblichen Anteil an der italienischen Geschichte hatte.
Die Orsini wurden 1629 Reichsfürsten, 1724 päpstliche Prinzen.
1854 erhielten sie nach dem Erstgeburtsrecht den Titel eines Principe romano.
Der noch heute bestehende Zweig der Orsini-Gravina erhielt 1560 den päpstlichen Herzogtitel.
Im Gefolge des Vierten Kreuzzuges erlangten Mitglieder der Familie auch Besitzungen in Griechenland. Sie gründeten mit Hilfe der Venezianer die Pfalzgrafenschaft von Kefalonia. 1318 konnte Nicola Orsini die Herrschaft über das freilich schon sehr verkleinerte Desporat Epirus erlangen.
"Famiglie Celebri Italiane" de Litta Pompeo, Ed Milano : stamperia P. E. Giusti; G. Ferrario, Milano, 1819-1873, 11 vol.
Öffentlichkeit:




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Adoptionsrecht
Das
Adoptionsrecht in Deutschland ermöglicht Erwachsenenadoptionen ohne
spezifische Bedingungen. Deshalb gibt es unzählige Namensträger von
Montfort, die nicht vom Hause Montfort-I´Amaury abstammen. Nur die hier
aufgeführten Namensträger stammen mittelbar
oder unmittelbar vom Hause
Montfort-I´Amaury ab.

Wappentafel
der Grafen von Montfort (aus: P. Andreas Arzet, Montfortischer Ceder
oder Unverwesner Stammen- baum
der Uhralten Hochberühmten Grafen zu Montfort, Konstanz 1660/70;
Bayerische Staatsbibliothek
München, cgm 6364)


