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FestenburgGeschichte der Festenburg
Der Landstrich, in dem die Festenburg liegt, gehörte im 11. Jahrhundert den Grafen von Wels-Lambach. Über die Markgrafen von Steyr gelangte das Gebiet später an die Grafen von Formbach-Neuberg und dann an die Stubenberger. Da keiner der Eigentümer hier ständig wohnte, wurde die Herrschaft von angestellten Burggrafen verwaltet. Im 14. Jahrhundert hatten Mitglieder der Familie Teufenbach mehrfach dieses Amt inne. Durch die Heirat einer Stubenbergerin mit Simon I von Mattersdorf-Forchtenstein war die Festenburg zu Beginn des 14. Jahrhunderts an dessen Familie gekommen. Mit seinem gleichnamigen Enkel starb die Familie 1400 aus. Sowohl dessen Schwester Guta als auch seine (Stief)mutter Anna heirateten in die Familie der Grafen von Montfort ein, denen in Vorarlberg die Grafschaft Bregenz gehörte. Ihr steirischer Besitz um Pfannberg und Peggau war ihnen bereits als Mitgift zugefallen. Hugo von Montfort, der Anna geheiratet hatte, war ein bekannter Minnesänger. Er ließ 1409 das Montforter Urbar anlegen, das auch eine genaue Beschreibung der eher bescheidenen Herrschaft Festenburg enthält. Zu ihr gehörten damals 16 Bauernhöfe, 15 Hofstätten und zwei Mühlen sowie eine herrschaftliche Säge, die verpachtet war. Auch die Abgaben der untertänigen Bauern waren nicht übertrieben hoch. 1416 erwarb Caspar von Saurau die Burg, während die Lehenshoheit aber bei den Grafen von Montfort verblieb.