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Burg HohenwangGeschichte Burg Hohenwang

Hohenwang zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wehrbauten der Obersteiermark. Im 11. Jahrhundert gehörte der größte Teil des oberen Mürztales den Eppensteinern. Herzog Heinrich III von Kärnten, aus der Familie der Eppensteiner, schenkte u. a. auch das Gebiet der späteren Herrschaft Hohenwang den steirischen Landesfürsten. 434 wurde die Herrschaft zwischen den Brüdern Friedrich und Wilfing von Fladnitz einerseits und Hermann und Hans von Montfort anderseits geteilt. Die Burg blieb aber bei den Fladnitzern. Diese konnten durch Zukäufe ihren Herrschaftsbereich wieder ausweiten, doch kam es durch Erbteilungen bald zu einer neuerlichen Zersplitterung. Zwischen 1480 und 1490 war die Feste von den Ungarn besetzt. 1512 erwarb die Familie Scherffenberg den Anteil der Fladnitzer an der Herrschaft Hohenwang. Auch sie erhielt das landesfürstliche Lehen, allerdings erst 1525. Bis 1589 konnte sie auch den Montforter Anteil in ihren Besitz bringen. Da auch diese Familie zahlreiche Mitglieder hatte, wurde die Burg zeitweise von mehreren Familienzweigen bewohnt. Die Herren von Scherffenberg waren ein altes Adelsgeschlecht, das angeblich bereits 928 aus Franken in die Südsteiermark gekommen war. 1067 wird ein Heinrich von Scherffenberg als Bischof von Speyer erwähnt. 1525 richtete ein Großfeuer in den Gebäuden der Burg schweren Schaden an. Vier Jahre später konnten türkische Streifscharen Hohenwang nicht erstürmen, da sie über keine schwere Artillerie verfügten. Auf Grund der guten Sichtverbindungen war im 16. Jahrhundert auf dem Burggelände eine Kreidfeuerstation eingerichtet worden.