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Der Adel in der Barockzeit bezog sein Selbstverständnis auch aus dem Alter seiner Familie. In diesem Sinn gehörten die Grafen von Montfort zur Elite, denn ihr Geschlecht lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie waren neben Habsburg das bedeutendste Hochadelsgeschlecht der Bodenseeregion und herrschten über weite Teile Oberschwabens und Vorarlbergs. Allerdings wurde ihr Vermögen im Erbfall immer wieder aufgeteilt, sodass ihnen im 18. Jahrhundert nur noch die Region rund um Tettnang gehörte.

Eine luxuriöse Residenz in Tettnang war aus Prestigegründen wichtig - mit dem Bau des Neuen Schlosses trat Graf Anton III. den Beweis seiner Ebenbürtigkeit an. Nach dem Brand sah die Situation schwieriger aus.

Anton III.

Er heiratete Anna Maria, eine Tochter des Maximilian von Thun und Hohenstein, Fideikomissherrn zu Teschen (Děčín) an der Elbe.

Historie Thun und Hohenstein: Auch dank ihrer weitsichtigen Heiratspolitik kam die Familie Thun und Hohenstein in den Besitz zahlreicher und bedeutender Rechte und Besitztümer. Hierzu zählen u.a.:

  1. Castel Brughier mit seinen Ländereien

  2. die Güter der Altaguarda

  3. Castell Caldes

  4. die Rocca di Samoclevo

  5. eine Hälfte von Castel Cagnò

  6. Castel Mocenigo

  7. Castel Rumo

  8. Castel San Ippolito

  9. Castel Thun

  10. Schloss Klösterle

  11. mehrere Paläste in Prag und Wien

sowie

  1. Gerichtsbarkeit über Castelfondo

  2. und die bischöflichen Gerichtsbarkeiten Masi di Vigo, Tuenetto, Rabbi.

Am 24. August 1629 erfolgte die Erhebung in den Reichsgrafenstand mit Hoch- und Wohlgeboren.

Im 17. und 18. Jahrhundert konsolidierten die Trentiner Linien der Familie Thun die Macht und den Reichtum ihres Hauses. Die zahlreiche Nachkommenschaft der Linie Castell Brughier gründete weitere Zweige: die Linie Castell Caldes, die Linie Croviana und die Linie Castelfondo.

Anton hatte mit ihr zwei Söhne und eine Tochter. Zusammen mit seiner Gattin stiftete er dem Kapuzinerorden ein Kloster in Langenargen (1810 aufgehoben; heute ist dort das St. Elisabethenhaus mit der Sozialstation St. Martin).

In den Jahren von 1712 bis 1720 ließ er das Neue Schloss in Tettnang errichten. Während der Bauzeit des Schlosses finanzierte er auch 1716 - 18 den Neubau des Hospitals zum Heiligen Geist in Langenargen. Von 1718 bis 1722 ließ er die Pfarrkirche St. Martin von Langenargen errichten. Für den ursprünglich geplanten zweiten Turm fehlte allerdings das Geld. Im Jahr 1719 versuchte er vergeblich, über den Kaiser die sterblichen Überreste des vermeintlichen Ahnheiligen Johannes von Zypern in die Pfarrkirche nach Langenargen überführen zu lassen.

Hier involviert sich das Archiv unseres Hauses der genaueren Bezüge und deren intensiven Nachforschungen, da sich ab innerhalb der geschichtliche Darstellungen unseres Hauses nur Schuldverpflichtungen bis zur Auflösung der gesamten Vermögenswerte gegenüber dem Haus Habsburg zu und in Informationen befinden

Sein Sohn, Graf Ernst, konnte den Wiederaufbau nur mit finanzieller Hilfe von Österreich leisten. Er lieh sich 500.000 Gulden und setzte die Grafschaft als Sicherheit ein.

Der Enkel, Graf Franz Xaver, engagierte Mitte des 18. Jahrhunderts führende Künstler der Bodensee-Region für die Innendekoration.

Als die Schulden auf 1.115.000 Gulden stiegen, eröffnete Österreich das Konkursverfahren. Graf Franz Xaver musste 1779 abdanken und die Grafschaft ging an Österreich. Auf dessen Veranlassung wurde 1780 ein Inventar von Tettnang, Langenargen und Schomburg angefertigt. Alle darin aufgezählten Gegenstände wurden versteigert. Solche Inventare sind heute von großem Interesse: Sie geben Auskunft über die fürstliche Nutzung der Räume und ihre Möblierung.

Selbiges finden wir innerhalb des Archiv auch in früheren geschichtlichen Interpretationen der familiären Personen unseres Hauses

Ulrich IX. glich in vieler Hinsicht seinem Vater Hugo XVI. Auch er hatte die Rechte studiert und zwar an der burgundischen Universität Dole, er bewährte sich in bayrischen und österreichischen Diensten, er kämpfte für den katholischen Glauben, er förderte den Kult des Hl. Johannes von Montfort. 1567 erwirbt er das Münzrecht: die ersten Montfortischen Münzen zeigen das Bild des Hl. Johannes.

Wie keiner seiner Vorgänger war Ulrich IX. ein Freund der Kunst und Musik. Seine Kunstkammer enthielt ungeheure Schätze an Münzen, Altertümern und Kuriositäten, sie war vielleicht derjenigen manches Fürsten überlegen.