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Hausgesetz

Was nun Wir beyde Brüder in diesem Vergleich vor Uns pacisciret haben, das alles ist auch von Unsern Successionsfähigen Mänlichen Descendenten zu verstehen. Und damit auch dieserhalben kein Streit unter Unsern Nacjhkommen erreget werde: So haben Wir festgestellt, daß, wenn jemand von Unsern Descendenten eine Person, welche nicht Gräflichen und geringern als Freiherrlichen Standes wäre, ehelichen würde, dessen und deren Söhne der Succession unfähig sein sollen. Und könnten dergleichen Töchter oder solche Wittben oder eine Gräfliche Tochter, die sich unstrandesmäßig verheyrathet, dasjenige keineswegs fordern, was sonsten denen Wittben und Töchtern in nächstvorhergehenden §pho auf dort beschriebenen Fall assigniret ist, sondern solche Unstandesmäßige Wittben, Söhnen und Töchter müssen überhaupt mit geringeren Alimentis nach Zeit und Umständen ihres Vaters und Vettern zufrieden seyn.

Das pactum unionis, das pactum tutorium und die Hofgerichtsordnung werden ausdrücklich von Uns bestätigt; sowie auch die in den Hausverträgen begründeten Rechte der erbherrlichen Linien unverändert bleiben.